New Shipping Regulations Within The EU
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PPWR
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist ein neues EU-Gesetz, das Verpackungsabfälle reduzieren und Verpackungen nachhaltiger machen soll - es tritt am 12. August in Kraft. Ziel ist es, Unternehmen für den Verpackungsmüll verantwortlich zu machen, den sie verursachen. Anders gesagt: Die Verpackungen, die Kundinnen und Kunden beim Bestellen von mir erhalten, werden höchstwahrscheinlich irgendwann entsorgt und müssen recycelt werden. Recycling kostet Geld, und für diese Kosten sollen wir künftig aufkommen - absolut fair!
Allerdings bedeutet das auch, dass viele kleine Unternehmen, die innerhalb Europas verkaufen, nun mit zusätzlichen Registrierungen, mehr Bürokratie und höheren Kosten konfrontiert werden – und zwar in jedem einzelnen EU-Land, in das sie versenden. Wir müssen künftig nicht nur die Recyclinggebühren in jedem EU-Land bezahlen, in das wir liefern möchten, sondern uns in jedem dieser Länder registrieren und einen notariell beglaubigten Bevollmächtigten benennen. Dadurch können schnell mehrere hundert Euro pro Land und Jahr zusammenkommen.
Die EU hat 27 Mitgliedstaaten. Wenn ich richtig gerechnet habe, könnten sich die Kosten auf 8.883 €* zzgl. USt summieren, wenn wir weiterhin in alle 27 EU-Länder versenden möchten.
*Für diese Rechnung habe ich einen deutschen Dienstleister als Beispiel genommen, der 299 € netto pro Land und Jahr für die Registrierung und die Stellung eines Bevollmächtigten berechnet. Die eigentlichen Recyclinggebühren kommen zusätzlich hinzu. Für diese Beispielrechnung sind dafür durchschnittlich 30 € pro Land angesetzt -dieser Wert ist natürlich nicht repräsentativ für jedes Unternehmen.
Die EU-Kommission prüft derzeit eine mögliche Ausnahme für Kleinstunternehmen, die die Pflicht zur Benennung eines Bevollmächtigten bis 2035 aussetzen und die Kosten dadurch erheblich senken könnte.
Wie ich damit umgehen werde...
Kleine Unternehmen können es sich schlicht nicht leisten, für Länder, aus denen vielleicht nur eine Handvoll Bestellungen pro Jahr kommt, mehrere hundert Euro auszugeben. Wir werden dabei mit großen Konzernen gleichgestellt, die solche Kosten problemlos tragen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob dein Verpackungsmüll aus 200 g Papier oder aus tonnenweise Plastik besteht – das Gesetz gilt für alle gleichermaßen.
Falls die EU-Kommission keine Ausnahme für Kleinstunternehmen beschließt, werde ich den Versand in die meisten europäischen Länder leider einstellen müssen.
Ich hoffe, mein Geschäft in den nächsten Jahren so weit ausbauen zu können, dass ich diese zusätzlichen Kosten irgendwann tragen kann... :)
Drückt uns allen die Daumen!



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